Tübingen – Moshi

Über Moshi und die Städtepartnerschaft

Wissen Sie schon, dass Tübingen eine Partnerschaft mit einer Stadt am Fuße des Kilimanjaros in Tansania hat?
Moshi liegt am Südhang des Kilimanjaros an der Grenze zu Kenia und ist Verwaltungssitz der Region. Die Stadt hat etwa 156 000 Einwohner. Der Kilimanjaro International Airport liegt ca. 40 Kilometer westlich von Moshi. Bis zur kenianischen Grenze sind es ca. 80 Kilometer, und so ist die Stadt auch gut über Nairobi zu erreichen.
Durch den Standort der Tumaini University ist Moshi Universitätsstadt und hat auch eine Internationale Schule sowie weitere Bildungseinrichtungen. Außerdem hat Moshi eine der modernsten Kliniken Ostafrikas, das Kilimanjaro Christian Medical Center (KCMC) mit mehreren Fachbereichen.
Den Anstoß für eine Partnerschaft mit einer Stadt in Afrika gab Oberbürgermeister Boris Palmer bei seiner Amtseinführung im Januar 2007.
Mit Moshi hat Tübingen am 16. Juni 2014 die Städtepartnerschaft bekundet. Sie wurde von
Mayor Jaffary Raphael Michael und Daniela Rathe, Leiterin des Fachbereichs Kunst und Kultur als Vertretung für Oberbürgermeister Boris Palmer in einer Feierstunde in Moshi unterzeichnet.
Die Städtepartnerschaft zwischen Tübingen und Moshi soll persönliche und institutionelle Kontakte und Begegnungen erleichtern und die Zusammenarbeit bei gemeinsamen globalen Problemstellungen wie Klimawandel und Friedensarbeit auf kommunaler Ebene ermöglichen.

Der Verein Städtepartnerschaft Tübingen – Moshi e.V.
Zur Unterstützung der Städtepartnerschaft wurde Ende 2016 der Verein Städtepartnerschaft Tübingen – Moshi e.V. gegründet. Der Verein ging aus dem seit mehreren Jahren bestehenden “Arbeitskreis Moshi” hervor.

Die Vereinsmitglieder möchten die Städtepartnerschaft unterstützen und aus zivilgesellschaftlichem Engagement heraus Impulse und Akzente für die Ausgestaltung der Städtepartnerschaft setzen.
Die beteiligten Gruppen und Personen bringen verschiedene Erfahrungen und Kenntnisse mit. Sie| möchten unterschiedliche Interessen und mögliche· Kooperationsfelder zwischen Moshi und Tübingen diskutieren und vorstrukturieren. Der Kilimanjaro Friendship Trail ganz nahe bei Moshi bietet eine gute Gelegenheit, sich durch sanften Tourismus mit der Kilimanjaro/Chagga Kultur auseinanderzusetzen. Er führt den Wanderer durch den Garden Belt auf den Spuren der ersten Missionare an Hausgärten und Kaffeekulturen vorbei. Die Städtepartnerschaft sollte nicht nur eine Angelegenheit von Stadtverwaltung und Gemeinderat sein, sondern auch von der Tübinger Bürgerschaft getragen werden. Eine erste Bürgerreise hat im August 2014 stattgefunden. Bürgerreisen sind eine Möglichkeit sich zu begegnen. Der Verein möchte weitere interessierte Menschen aus Tübingen und Umgebung ansprechen und zur Mitarbeit gewinnen.

  • Im Austausch mit Partnerinnen und Partnern in Moshi möchten wir
  • Engagement und Solidarität beweisen
  • kulturelle Unterschiede wahrnehmen
  • Begegnungen ermöglichen und einander kennenlernen
  • eine gemeinsame Richtung finden.

Auch wollen wir Themen aufgreifen und bearbeiten, die beide Seiten beschäftigen, sowie uns mit Problemen beider Länder auseinandersetzen. Manches wird dabei in Tansania anders gesehen als bei uns. Gemeinsam mit Partnerorganisationen wollen wir folgende Themenbereiche diskutieren:

  • Klimapartnerschaft
  • Aids-Hilfe
  • Behindertenarbeit
  • Kultur
  • Fairer Handel
  • Schulpartnerschaften
  • Friedensarbeit — etc.

Damit die Partnerschaft zukunftsfähig bleibt, sind für uns zwei Dinge wichtig: die Begegnung auf Augenhöhe und die Erfahrung des Voneinanderlernens.
Wir stellen uns vor, dass mit der Zeit das Thema der Städtepartnerschaft Tübingen – Moshi in Schulen, Bildungs- und Veranstaltungsprogrammen, bei Kulturveranstaltungen, Märkten, kirchlichen und universitären Angeboten einfließt, mitbedacht wird und dadurch in Tübingen bekannter wird.

Lange Zeit stand das Gebiet des heutigen Tansania unter zunächst deutscher, dann englischer Kolonialherrschaft, bis 1964 die Vereinigte Republik von Tansania gegründet wurde. Noch heute gehört Tansania zu den ärmeren Ländern der Welt. Lebensgrundlage ist die Landwirtschaft. Tee, Kaffee und Baumwolle gehören zu den wichtigsten Exportartikeln. Der Tourismus wird immer mehr zu einem Wirtschaftsfaktor. Die Partnerschaft mit Moshi ermöglicht auch, alte Verbindungen zwischen hier und dort wahr- und wieder aufzunehmen. Die Missionare Ludwig Krapf und Johannes Rebmann, die aus unserer Region stammten und im Norden Tansanias arbeiteten, sind als Bindeglied zwischen jetzt und früher zu sehen. Mit den Missionaren kam auch der Kaffee an die Hänge des Kilimanjaros. Viele Jahre war Kaffee in der Kilimanjaroregion Zeichen des Wohlstandes. Infolge des Verfalls des Weltmarktpreises rissen die Bauern Kaffeesträucher heraus und bauten wieder Produkte für den lokalen Markt an. Mit dem Tübinger „Städtekaffee“ aus fairem Handel und in Bioqualität soll ein Zeichen in eine andere Richtung gesetzt werden. Durch die abschmelzende Schneekappe des höchsten Bergs Afrikas als Folge des Klimawandels wird die Region rund um den Kilimanjaro vor große Herausforderungen gestellt. Es gibt also viele Gründe und Ansatzpunkte für den Aufbau partnerschaftlicher Kontakte!

Gemeinsame Projekte

Im August findet kein Treffen statt.

Das nächste  Treffen ist

am Mittwoch, dem 19. September 2018 um 18°° Uhr im Salzstadel

Interessierte Gäste sind immer willkommen!