Kilimanjaro Friendship Trail

Der Kilimanjaro Friendship Trail - Ein Projekt im Rahmen der Städtepartnerschaft Tübingen - Moshi

Die Idee

Auf dem evangelischen Kirchentag in Bremen entstand 2011 die Idee zu einem Pilger und Wanderweg in Tansania. Die Ostafrikanerin Margret KIMANI und der Deutsche Dr. Ernst SCHUMACHER diskutierten über den Jakobsweg und seine positiven Auswirkungen auf die Menschen. Dr. Ernst SCHUMACHER als Arzt betonte die Bedeutung von Spiritualität und Gesundheit beim Wandern, während Margret KIMANI die Umwelt-Aspekte wichtig waren. 2012 konnten beide ihre Idee bei einem kirchlichen Seminar in Moshi vorstellen. Die dort anwesenden Chagga Pastoren diskutierten und verfeinerten diesen Gedanken.

Daraus entstand  die Idee, den Wanderweg  bei  Machame zu beginnen und bis zum Kratersee Lake Chala zu führen und dabei die Spuren der ersten Missionare zu sehen.

Dr.Ernst Schuhmacher wanderte 2013 den Weg erstmals gemeinsam mit Hansjörg Bahmüller und James Kimaro.

Die meisten Teilnehmer der Bürgerreise 2014 sind -angeregt durch die Berichte von Dr. Ernst Schuhmacher und Hans-Jörg Bahmüller – auf dem  Friendship Trail gewandert. Auch bei der zweiten Bürgerreise 2016 sind die Teilnehmenden den Kilimanjaro Friendship Trail gewandert.

Der Kilimanjaro Friendship Trail will durch sanften Tourismus Menschen neue Dialoge ermöglichen und dazu beitragen, andere Kulturen kennenzulernen und sich damit auseinanderzusetzen. Gleichzeitig soll er auch einen Beitrag zur Verbesserung der Einkommen von Menschen in der ländlichen Kilimanjaro Region leisten, die abseits der großen Touristenströme leben.


Der Kilimanjaro Friendship Trail

Der weltweit einmalige Gartengürtel des Kilimanjaro legt sich in etwa 1000-1700 m Höhe im Süden und Osten um den Kilimandscharo. Bis heute ist er ein kleiner Garten Eden. Bergauf schließt sich der Nebelwald an, bergab geht er in Savanne und Grasland über. Auf den durch tiefe Täler voneinander getrennten Bergrücken leben die Chagga in kleinen Hofgemeinschaften verstreut. Ihre Hausgärten bewirtschaften sie in Etagenanbau und bewässern diese durch ein ausgeklügeltes und mehrere hundert Jahre altes Bewässerungssystem.


Die Zentren der verschiedenen Chagga-Clans sind Märkte sowie zum Teil historische Kirchen und Moscheen, die sich wie Perlen einer Halskette um die Südseite des Bergs legen. Der Kilimanjaro Friendship Trail folgt und verknüpft diese Orte auf den Spuren der ersten Missionare. Er führt durch Gartenland und Regenwald und fordert dabei die Wanderer heraus, Neues zur Lebensweise der Menschen am Weg sowie zu Landwirtschaft und Natur zu lernen. Entlang des Trails finden sich zahlreiche Attraktionen, Wasserfälle, Höhlen und Museen. Mit etwas Glück begegnet man verschiedenen Affen. Der Weg erstreckt sich über eine Länge von ca. 100 km mit Tages-Etappen von 10 bis 25 km mit Übernachtungen in einfachen, meist kirchlichen Gästehäusern.

Dr. Ernst Schuhmacher und Hans-Jörg Bahmüller haben einen Wanderführer zum Kilimanjaro Friendshiptrail herausgegeben, der 2015 in erweiterter 2. Auflage erschienen ist. Er ist für 10 € erhältlich bei http://www.jakobsweg-team.de/shop/details/kili-e.htm

bzw. info@jakobsweg-team.de , beim Verein Städtepartnerschaft Tübingen -Moshi oder in Buchhandlungen (ISBN 978-3-9816404-1-0)


Es ist dem Verein ein Anliegen, diesen Kilimanjaro Friendship Trail und die Idee des sanften Tourismus und der Begegnungen weiter zu fördern.

Der Trail ist nicht ausgeschildert, kann aber grundsätzlich eigenständig mit GPS und den Tracks gewandert werden. Wir raten jedoch, ihn immer in Begleitung eines lokalen Guides zu wandern. Unsere Empfehlung hierzu ist, sich rechtzeitig vor der Wanderung über das Kontaktformular auf der Website anzumelden. Dies erleichtert der Koordinatorin in Moshi, je nach Wunsch, die Abholung am Kilimanjaro Airport,  die Unterbringung in einem Hotel/Gästehaus in Moshi, die Organisation der Quartiere für die Übernachtungen entlang des Trails, sowie die Begleitung durch einen Guide zu organisieren.

https://kilimanjaro-friendship-trail.jimdo.com

ASA Kommunal Projekt zum Kilimanjaro Friendshiptrail

Der Fachbereich Kunst und Kultur der Stadt Tübingen hat unter Mitwirkung von Reinhard Herrgott für den Verein bei ASA einen Projektantrag gestellt. ASA Kommunal hat im Herbst 2016 die Ausschreibung einer 3-monatigen Praktikumsstelle zur Ermittlung der Potentiale und zur Förderung des Kilimanjaro-Friendshiptrails bewilligt. Zwei geeignete Studierende wurden ausgewählt.

Dieses Projekt läuft als ASA-Projekt in Kooperation der Städte Tübingen und Moshi und in Zusammenarbeit mit dem Mweka Wildlife College.

http://mwekawildlife.ac.tz/index.php

Das ASA-Programm versteht sich als Werkstatt Globalen Lernens und fördert internationale Lerngemeinschaften junger Menschen, die ihre Handlungsspielräume in unserer vernetzten Welt erkunden und sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen möchten. Dabei geht es auch darum, die eigene Position innerhalb globaler Zusammenhänge und Machtstrukturen zu reflektieren. Die Wechselwirkungen zwischen lokal und global, zwischen Nord und Süd stehen im Fokus des ganzheitlichen Lernansatzes.

https://asa.engagement-global.de/teilnehmen.html

Am Mittwoch, dem 25. Juli 2018 wurden die Ergebnisse aus dem ASA-Programm zum Kilimanjaro-Friendship-Trail von Klara Latz und von Michael Günther vorgestellt. Insbesondere wurde die Stakeholder-Analyse beleuchtet, die die Vielzahl der Beteiligten aufzeigt. Es entstand eine angeregte Diskussion. Über interessierte Gäste haben wir uns gefreut!